- Kostenfreier Versand in Deutschland ab 50€
- Bequem einkaufen mit Kauf auf Rechnung
- Hotline: 06242 - 912 44 37
- E-Mail: info@aquaristikwelt24.de
Reges Treiben im Frühling und im Sommer, (vermeintliche) Ruhe im Winter: Während ein Swimming Pool im Grunde genommen nur ein – mehr oder weniger pflegeintensives – mit Wasser gefülltes Becken ist, ist ein Gartenteich ein eigenständiges Ökosystem, das sich im Jahresverlauf stark verändert.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du deinen Teich bestmöglich auf die kalte Jahreszeit vorbereitest und was du bei der Fisch- und Wasserpflege während der Wintermonate unbedingt beachten musst.
Obwohl typische Teichpflanzen und viele (heimische) Fischarten perfekt an das Überwintern bei niedrigen Temperaturen angepasst sind, können Sauerstoffmangel durch eine unzureichende Belüftung, Faulgase oder für den Frost ungeeignetes Teichzubehör schnell zu Problemen führen.
Idealerweise legst du den Grundstein für die „Winterruhe“ daher nicht erst, wenn die Tage kürzer werden, sondern viel früher, nämlich bereits beim Anlegen deines Gartenreichs.
Ein bei Aquaristik-Anfängern weit verbreiteter Fehler ist ein zu flach angelegter Teich, insbesondere dann, wenn dauerhaft ein Besatz mit Wild- oder Goldfischen oder gar anspruchsvollen Zierfischen geplant ist.
Während kleine Pflanzenteiche weniger empfindlich sind, benötigen Teiche mit Fischbesatz eine ausreichende Tiefe, damit sich im Winter verschiedene Temperaturzonen bilden können. Vor allem in Regionen mit regelmäßigem Frost und Minusgraden spielt die Wassertiefe eine wichtige Rolle. Denn sollen deine Fische später im Gartenteich überwintern, ist eine eisfreie Tiefwasserzone überlebenswichtig.
Für die Wassertiefe gelten dabei folgende Richtwerte:
Wichtig ist, dass der Teich nicht vollständig zufriert, damit auch im Winter eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet ist. Flachere Teiche, die im Winter bis auf den Grund zufrieren, sind für eine dauerhafte Fischhaltung hingegen ungeeignet. Möchtest du dennoch nicht auf Fische verzichten, sollten diese während der kalten Jahreszeit in ein wärmeres Winterquartier umziehen, beispielsweise in ein ausreichend großes Aquarium.
Wasserpflanzen erfüllen im Gartenteich wichtige Aufgaben: Tagsüber liefern sie lebensnotwendigen Sauerstoff, nehmen Nährstoffe auf und bieten Fischen, Molchen und anderen Teichbewohnern zahlreiche Versteckmöglichkeiten. Viele typische Teichpflanzen sind an die mitteleuropäischen Winter angepasst und können daher in der Regel im Gartenteich überwintern.
Geeignete winterharte Arten sind beispielsweise:
Nicht winterharte Schwimmpflanzen wie Wasserhyazinthe oder Muschelblume solltest du dagegen vor dem ersten Frost entfernen und an einem frostfreien Ort überwintern, ehe sie zum Saisonstart im Frühling wieder in den Teich umziehen.
Die Vorbereitung auf den Winter beginnt idealerweise im Herbst, also lange vor den ersten längeren Frostperioden. Das Ziel ist es, die Wasserqualität stabil zu halten, überschüssige organische Stoffe vorab zu entfernen und auch die Technik an die sinkenden Temperaturen anzupassen.
Herabfallendes Laub sinkt auf den Teichboden, wo es anschließend von Mikroorganismen zersetzt wird. Dabei wird Sauerstoff verbraucht und es können Faulgase entstehen, die sich unter einer geschlossenen Eisdecke anreichern können. Daher solltest du Blätter, Äste und größere Mengen abgestorbener Pflanzenreste vorab entfernen.
Kontrolliere bei dieser Gelegenheit auch die Schlammschicht am Teichboden: Eine dünne Schicht ist Teil des natürlichen Teichökosystems, zu viele organische Ablagerungen können jedoch die Wasserqualität belasten und die Bildung von Faulgasen begünstigen. Entferne überschüssigen Teichschlamm deshalb vorsichtig mit einem speziellen Teichschlammsauger.
Tipp: Greife gegebenenfalls auf ein Laubschutznetz zurück, das einen Großteil der Blätter auffängt, um dir das spätere Abfischen der Blätter mit einem Teichkescher zu ersparen. Das Netz sollte vor dem ersten stärkeren Schneefall wieder entfernt werden, damit es nicht durch das zusätzliche Gewicht belastet wird.
Ob und welche Teichtechnik während der Wintermonate im Wasser verbleiben kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Je nach Einsatzzweck, Bauart und Art des Gartenteichs sollten die folgenden Geräte entweder weiterbetrieben, abgeschaltet oder über den Winter eingelagert werden:
Geräte, die über die Winterzeit abgeschaltet werden, müssen zunächst vollständig entleert und von Wasserresten befreit werden. Nicht genutzte Teichpumpen, Filter oder anderes nicht frostsicheres Gartenteichzubehör solltest du anschließend an einem geschützten, frostfreien Ort einlagern, da gefrierendes Restwasser Schäden an den technischen Komponenten verursachen kann.
Ob anspruchsvolle Koi, Goldfische oder heimische Fischarten wie Goldorfen oder Moderlieschen: Als Fischbesitzer solltest du die Futtermenge nach und nach an die sich verändernde Wassertemperatur und die damit verbundene Aktivität deiner Teichfische anpassen. Sinkt die Temperatur, verlangsamen sich Stoffwechsel und Verdauung; die Fische können das Futter dann nur noch eingeschränkt verwerten. Füttere idealerweise nur kleine Portionen, die innerhalb kurzer Zeit vollständig gefressen werden. Bei sehr niedrigen Temperaturen kannst du die Fütterung schließlich ganz einstellen.
Während der Wintermonate befindet sich der Gartenteich in einer Ruhephase. Fische bewegen sich weniger, Pflanzen stellen ihr Wachstum weitgehend ein und biologische Prozesse laufen deutlich langsamer ab. Trotzdem solltest du den Teich regelmäßig kontrollieren, denn eine vollständig geschlossene Eisdecke kann den wichtigen Austausch zwischen Wasser und Luft verhindern.
Eine zu starke Strömung führt dazu, dass sich das eiskalte Oberflächenwasser mit der rund 4 °C warmen Tiefenschicht vermischt. Die Fische beenden daraufhin ihre Winterstarre, was ihre lebenswichtigen Energiereserven mitten im Winter vorzeitig aufzehrt. Daher solltest du die Teichpumpe im Winter am besten abstellen.
In Koi-Teichen oder stark besetzten Teichen, bei denen Filter und Pumpe bzw. Belüftungsanlagen für eine optimale Sauerstoffdurchnischung durchgehend laufen müssen, solltest du diese eher im flacheren Wasser (ca. 30 bis 40 Zentimeter unter der Wasseroberfläche) platzieren. Dadurch wird verhindert, dass sich die verschiedenen Temperaturzonen vermischen.
Mit den folgenden Maßnahmen sorgst du dafür, dass Teich und Fische auch kalte Winter gut überstehen:
Friert die gesamte Wasseroberfläche hingegen zu, können Faulgase nicht entweichen und der Sauerstoffgehalt im Teich sinkt. Die Fische werden dadurch geschwächt und können bei anhaltendem Sauerstoffmangel verenden. Bei weiterlaufender Technik solltest du regelmäßig kontrollieren, ob Belüftungsstein, Luftschlauch und Luftpumpe zuverlässig funktionieren und die eisfreie Stelle tatsächlich offenbleibt.
Sobald die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen, erwacht auch der Gartenteich nach und nach zu neuem Leben.
So kannst du Teich und Fische Schritt für Schritt aus der Winterruhe holen:
Jetzt ist Geduld gefragt, denn das ökologische Gleichgewicht muss sich erst wieder einstellen. Zu frühe Eingriffe zur Algenbekämpfung oder eine intensive Fischfütterung können das empfindliche System belasten.
Im Folgenden findest du Antworten auf häufige Fragen dazu, wie du deinen Teich am besten winterfest machst, damit Technik, Pflanzen und Fische – sowie alle anderen Teichbewohner – sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.
Um den Gartenteich bestmöglich auf den Winter vorzubereiten, solltest du bereits im Spätherbst Blätter, abgestorbene Pflanzenteile und überschüssigen Teichschlamm entfernen, da diese organischen Reste sonst auf dem Teichgrund verrotten und dort schädliche Faulgase bilden. Überprüfe außerdem, ob Filter und Pumpe so funktionieren, dass (gerade in Koi-Teichen oder stark besetzten Fischteichen) ein ausreichender Gasaustausch stattfinden kann, ohne dass es zu einer Vermischung der wärmeren und kälteren Wasserschichten kommt. Hierfür kann es ggf. erforderlich sein, die Pumpe in niedriger Wassertiefe zu platzieren.
Bei ausreichender Wassertiefe können die meisten Teichfische problemlos im heimischen Gartenteich überwintern. Wichtig ist, dass der Teich nicht bis zum Grund zufriert und den Fischen eine eisfreie Zone zum Überwintern bietet. Für die meisten Fische ist eine Mindestwassertiefe von 80 bis 100 cm ausreichend; hier beträgt die Wassertemperatur durchgehend ca. 4 °C. Koi reagieren besonders empfindlich auf Temperaturschwankungen. Zierfischteiche sowie besetzte Teiche oder Teiche in besonders kalten Regionen sollten deshalb mindestens 150 cm tief sein. Zusätzlich kann auch ein Teichheizstab oder eine Teichheizung eingesetzt werden, um größere Temperatursprünge zu vermeiden.
Anders als Säugetiere halten (Koi-)Fische – genau wie andere wechselwarme Tiere – keinen Winterschlaf im eigentlichen Sinne, sondern passen ihren Stoffwechsel und ihre Aktivität an die Umgebungstemperatur an. Infolgedessen begeben sie sich in eine Art Winterruhe/Kältestarre, wobei sie die Futteraufnahme reduzieren oder komplett einstellen und sich in tiefere, stabilere Wasserschichten zurückziehen.
Ein Gartenteich muss im Winter nicht vollständig eisfrei bleiben, sollte aber eine kleine offene Stelle für den Gasaustausch behalten. Darüber gelangt Sauerstoff ins Wasser, während Faulgase aus verrottendem Laub, Schlamm oder abgestorbenen Pflanzenteilen entweichen können. Besonders wichtig ist das bei flachen Teichen, starkem Fischbesatz oder längeren Frostperioden, weil eine geschlossene Eisdecke die Wasserqualität schnell verschlechtern kann. Die Öffnung sollte möglichst schonend entstehen, zum Beispiel durch einen Eisfreihalter oder den Einsatz einer im flachen Wasser platzierten Teichpumpe. Verzichte darauf, das Eis mit einem Hammer oder Ähnlichem gewaltsam aufzuhacken.
Für Koi oder sehr stark besetzte, kleine, aber ausreichend tiefe Teiche kann die Nutzung eines thermostatisch geregelten Heizstabs sinnvoll sein, um die Wassertemperatur konstant über 4 °C zu halten. In größeren Teichen mit Filteranlage ist hingegen ein Durchlauferhitzer die bessere Wahl. In ausreichend tiefen Gartenteichen ist der Einsatz von Heizstäben oder einer Heizung jedoch in der Regel nicht notwendig. Sehr flache Teiche sind zum Überwintern von Fischen hingegen ungeeignet.

